Physische Auseinandersetzungen können unterschiedlich effektiv bewältigt werden. Je eher wir einer Gefahr gewahr sind, desto höher die Chance, den Schaden zu begrenzen.

Übersicht

  • Es gibt unzählige Kampfsportarten und -Künste, die sich mal mehr um Fitness, manchmal mehr um den kämpferischen Aspekt drehen.
    • Was gerne übersehen oder verschwiegen wird:
      • vor allem in den kampforientierten Künsten wird eine sportliche Fairness gelehrt, die es im Ernstfall erschwert, rechtzeitig das Weite zu suchen
      • Straßenkämpfe sind in der Regel nicht fair
  • Baseline: Wenn es sich ergibt, so schnell wie möglich aus der Gefahrenzone kommen.
    • Ist das nicht möglich, muss meist sehr schnell ein müssen
      • Situation,
      • benötigter/erlaubter Kraftlevel
      • und Grad der Bewaffnung eingeschätzt werden.

Situation

  • Wie ersichtlich war es, dass wir in der brenzligen Situation gelandet sind?
SituationRemarks
Hinterhalt(不意打ち)Der Angriff hat uns kalt erwischt.
Mulmiges Gefühl(違和感)Vorahnung, dass etwas faul ist, Quelle jedoch unklar.
Kampfbereit(防衛態勢)Wir wissen, was auf uns zukommt.
Präventivschlag(先制攻撃)Wir überraschen das Gegenüber mit einem Angriff.

Kraftlevel(防衛の強度)

  • Wie viel Energie dürfen wir eigentlich in unsere Handlung stecken?

Level 1 - Gegenseite schonen

  • Das Gegenüber darf nicht zu Schaden kommen.
    • Kontrollierende Techniken,
    • Kraftweiterleitung
    • und Hebel sind da wohl die beste Option.

Level 2 - Nicht-tödliche Gewalt

  • Knochenbrüche und härtere Schläge,
    • soweit das Gegenüber nicht stirbt.

Level 3 - Tödliche Gewalt

  • Es geht um das nackte Überleben,
    • jedes Mittel ist recht,
      • selbst der Tod des Gegenüber.

Da ist noch was mit Waffen

  • Die oben genannten Parameter können beliebig miteinander verknüpft werden und ergeben so die Möglichkeit, die Eignung für bestimmte Techniken zu erörtern.
  • Man kann alles um eine weitere Facette bereichern, wenn man zusätzlich Waffen ins Spiel bringt:
    1. Niemand is bewaffnet
    2. Alle sind bewaffnet.
    3. Verteidiger sind bewaffnet.
    4. Angreifer sind bewaffnet.

Sonstige Vermerke

  • Bei einem Hinterhalt oder mulmigen Gefühl ist es praktisch unmöglich, ohne Verletzungen aus der Situation zu kommen.
  • Die sterile Umgebung, in der Kampfkünste oft gelehrt werden, können ein falsches Sicherheitsgefühl ausstrahlen.

Weiterführende Literatur

  • Christensen, Loren W. Fighter’s Fact Book 2: Street Fighting Essentials, 2016.
  1. ZK-062-PSY-Das Wesen der Macht - Versuch einer Grundformel
  2. ZK-058-POL-Zu viele Infos - Censorship through Noise
  3. ZK-089-TEC-Datensicherheit…nach dem Star Wars Prinzip
  4. ZK-122-POL-3 Arten der Macht nach Byung-Chul Han
  5. ZK-092-PSY-Gewaltpotential in Protestgruppen - 5 maßgebliche Faktoren
  6. ZK-059-PSY-Fairness - Bedeutung und Nuancen von gefühlter Gerechtigkeit

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