Übersicht

Denken ist in erster Linie das Verarbeiten, Einordnung/Sinnschaffung und Deuten von Informationen. Durch zahlreiche Phasen des Lebens können diese Prozesse von verschiedenen Faktoren beeinflusst, beschränkt oder erweitert werden.

Fehlschluss: “Denken lernt man in der Schule”

1) Schulen vermittelt in erster Linie Wissen

Die Fertigkeiten “Wissensvermittlung” und “Informationen auswendig lernen” existieren unabhängig von Mustern und Prozessen des Denkens. Schulwissen ist stark modular und nach dem “klassischen” Frontalunterricht stark auf Auswendiglernen ausgelegt.
Grundproblem des Modells: Das Wissen ist bereits vorgekaut und bietet keinen kreativen Einstiegspunkt bzw. eine Möglichkeit, selbst eine Struktur zu schaffen.

2) Nachdenken “light” über Fächer wie Ethik, Religion, Philosophie, Psychologie

— Umfang abhängig von der Lehrkraft, Lebensumstände und der Eigenmotivation

3) Höhere Bildung:

Tendenz zur Abstrahierung des Denkbegriffes “Denken muss immer in einem Kontext geschehen” (Klassiker “wissenschaftliches Denken” ist der Hit)

## De Bonos Vorschlag von Denkprozessen auf der Metaebene:
StepRemark
Prioritäten setzenWo soll der anfängliche Fokus liegen?
Alternativen überdenkenGibt es zur aktuellen Idee konträre oder ähnliche Standpunkte?
Hypothesen aufstellenWie könnte die Angelegenheit verknüpft sein?
Neue Ideen entwickelnMit Zuhilfenahme von Denktools neue Vernetzungen aufdecken oder variieren

Sonstige Vermerke

  • Remember Prof. Kaspar Lydia:
    Geografie und Landeskunde in der 3. Klasse (?) Gymnasium mit einem alternativen Ansatz: Die Bücher waren weitgehend leer oder mit Bildern und Fragen ausgeschmückt. Viele Kinder (und Eltern) waren jedoch von diesem Ansatz eher nicht überzeugt; man solle doch etwas lernen und nicht selbst erfinden. Wie stark wird dieser Ansatz heute noch versucht und ab welcher Altersgruppe kann/soll man diesen Einsetzen.

  • Remember Prof. Jammer Karin:
    Englisch zwischen der 3. und 5. Klasse HTL: Jeder in der Klasse war mindestens einmal angehalten, ein Referat über ein Thema zu halten. Teilweise wurden auch “Überraschungsreferate” (ca. 5min) zu einem aktuellen Thema gemacht. Der oder die Auserwählte musste dabei an die Tafel und notfalls improvisieren.

  • Muster passives und aktives Wissen?
    Passiv: So viel Information wie möglich in die Omme schaufeln und hoffen, dass es möglichst lange (optimalerweise bis zum nächsten Testtermin) auch von dort abrufbar ist. Verwandt mit dem Zeigarnik-Effekt?
    Aktiv: Informationen gezielt analysieren und mit vorhandenem Wissen verknüpfen, networking.

Weiterführende Literatur

  1. ZK-009-PSY-Kritisches Denken - Ein Teil von mehreren Ansätzen
  2. ZK-001-PRD-Zettelkasten für mehr Produktivität beim Schreiben
  3. ZK-109-PSY-It’s not a bug, it’s a feature! - Zeigarnik Effekt or the Brain’s ToDo-List
  4. ZK-006-PSY-Intelligenz - hoch vs. niedrig
  5. ZK-026-PHL-Philosophieren lernen 101

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