Übersicht

Lange Abwesenheit vom Heimatort kann dazu führen, bei der Rückkehr als “fremd” wahrgenommen zu werden, obgleich der erste Eindruck vertraut wirkt (Cheep-Effekt im Aussehen, aber Dissonanz im Verhalten oder in der Sprache).

Phänomenologisch führt das Wissen der Mehrheitssprache zu einem Vertrauensvorschuss (“Wir sprechen dieselbe Sprache”), Artefakte oder sprachliche Besonderheiten der Minderheitensprache führen jedoch zu Irritationen (“Wir sind in unserem Lebensmittelpunkt möglicherweise voneinander weiter entfernt, als es den ersten Anschein gemacht hat!”).

Sonstige Vermerke

  • Fremdheitserfahrungen dieser Art zeigen auf, dass man nie alles von seinem Gegenüber kennen kann (vgl. Mecherils Kompetenzlosigkeitskompetenz, 2008)

Weiterführende Literatur

  • Kanno, Yasuko. „Bilingualism and identity: The stories of Japanese returnees“. International Journal of Bilingual Education and Bilingualism 3, Nr. 1 (2000): 1–18.

  • Mecheril Paul. „‚Kompetenzlosigkeitskompetenz‘. Pädagogisches Handeln unter Einwanderungsbedingungen“. In Interkulturelle Kompetenz und pädagogische Professionalität, herausgegeben von Georg Auernheimer, 2., Aktualisierte und erw. Aufl., 15–34. Interkulturelle Studien 13. Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss, 2008.

  • Moser, Aloisia. „Heast, Oida! Stile, Selbst und Sicherheit“. derStandard.at. 18. Juni 2017. http://derstandard.at/2000059369866/Heast-Oida-Stile-Selbst-und-Sicherheit.

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