Tasks und ToDos in Schwebe belasten die Konzentration.
Daher 1) wenn möglich schnell erledigen, 2) in kleinere Aufgaben splitten oder 3) verbindlich mit einem Kalender einplanen.

Übersicht

Der Effekt wurde offiziell 1920 von Bljuma Zeigarnik dokumentiert.
 
In einem Restaurant war sie zunächst begeistert, wie hoch doch die Erinnerungsgabe des Kellners war (eine große Runde an Gästen perfekt gemerkt und bedient).  
 
Als sie nach dem Essen und verlassen des Restaurants noch einmal zurückkehrte, um etwas Vergessenes zu holen, konnte sich der Kellner jedoch nich mehr an sie erinnern.
  • Soweit verstanden werden Tasks mit dem Label “Open” - “Work in Progress” oder “Pending” in einem Schnellregister gespeichert
    • das immer und immer wieder Notifications an unser Bewusstsein sendet.
  • Je mehr also in die Pipeline kommt, desto mehr Spannung kann sich entwickeln und auch die Psyche entsprechend angehen.

Workaround - Das System entlasten

  • Was kann man also machen, um dieses System zu entlasten?
  1. Tasks rasch erledigen, besonders wenn sie klein sind
  2. Größere Tasks in kleinere Einheiten aufteilen und wie bei Schritt 1 vorgehen.
  3. Wenn es mal wieder länger dauert, hol dir ein Snickers offene Tasks im Terminplan einpflegen und dann entsprechend erledigen.
  • Durch die Einplanung selbst kann man das Gehirn austricksen und simulieren,
    • Lösung des Problems ist bereits in Arbeit
      • Aber dann sollte man sich auch wirklich dranhalten.
      • Stetiges Aufschieben begünstigt Prokrastination und ein scheinbares Sicherheitsgefühl.

Sonstige Vermerke

  • Welche Parallelen können zum sog. Multitasking gezogen werden?
    • Bei Ahrens wird davon geschrieben, dass sich Multitasking nur ein produktives Gefühl gibt,
      • die meiste Energie jedoch beim Switchen und Umherwälzen im ToDo-Bereich des Hirns verbraten wird.
  • Inwiefern kann sich der Effekt auf die Prokrastination eines Menschen auswirken?
    • Ist die Workload zu groß, besteht die Gefahr, in einen Vogelstrauß-Modus zu verfallen oder zynischer zum “This is fine”-Hund verkommen.

Weiterführende Literatur

  • Ahrens, Sönke - Das Zettelkasten-Prinzip: erfolgreich wissenschaftlich Schreiben und Studieren mit effektiven Notizen, 2017
  1. ZK-008-PSY-Denken als Skill (kritisch Denken ist nur ein Aspekt)
  2. ZK-029-WRI-Schreiben als zeitresistente Speicherform
  3. ZK-030-TEC-Internet und neue Medien - Wissen und Schriftlichkeit auf Speed
  4. ZK-007-PSY-Too Klug to Fail - Challenge Intelligenzfalle
  5. ZK-123-PSY-Giftstoffe bei längerer Konzentrationszeiten

Tags

INTELLIGENZ_und_Co LEARN_THINGS MANAGEMENT PERFORMANCE SCRIBE_and_Noticing VERHALTEN_and_Psychology