Manchmal verändern sich Erinnerungen und schaffen eine Art alternative Vergangenheit. Ein Festhalten in schriftlicher Form könnte die Angelegenheit etwas eindämmen.Übersicht
- Von einem Mandela Effekt können wir dann sprechen,
- wenn wir in einem größeren Umfeld die “gleichen” Erinnerungen
- zu einem Ereignis haben
- oder es zumindest glauben.
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](G:\Meine Ablage\Zettelkasten\img\MandelaCompilation.jpg)

- oder es zumindest glauben.
- zu einem Ereignis haben
- wenn wir in einem größeren Umfeld die “gleichen” Erinnerungen
X-Factor - Approach
- 2009 - Für Geisterjägerin und Namensgeberin Fiona Broome
- war Nelson Mandela bereits in den 1970er Jahren
- in einem Gefängnis umgekommen,
- Erinnerungen inklusive TV Begräbnisfeierlichkeiten.
- Bis jemand das Gegenteil bewies.
- war Nelson Mandela bereits in den 1970er Jahren
Die Matrix gehackt?
- Erinnerungen wie Todgeglaubte
- oder bewegende Ereignisse seien auch bei anderen Menschen aufgetreten.
- Ein Kinderbuch heißt plötzlich anders,
- eine Filmszene sieht plötzlich völlig anders aus,
- ein großes detailliertes Ereignis hat niemals stattgefunden,
- das Detail bei einer bekannten Figur scheint auf einmal verändert.
- oder bewegende Ereignisse seien auch bei anderen Menschen aufgetreten.
An attempt to apply Quantum Physics

- 2012 - Physik-Blogger “Reece” meint,
- das solche kollektiven Abweichungen
- ein Hinweis zu Paralleluniversen/Multiversen sein könnte.
- Mittlerweile ist das auch eine führende These in der Esoteriker-Szene,
- obleich auch hier Elemente der Epigenetik
- oder Narrative wie “frühere Leben” herangezogen werden dürften.
Skeptics - Spoiling the Mood
- Skeptisch betrachtet könnte der Mandela Effekt
- ein Trick vom Gehirn sein, auf Biegen und Brechen eine schlüssige Erklärung zu bringen,
- zumindest für die Position oder Bubble der erzählenden Person.
- Für “Außenstehende” kann die Erklärung nach wie vor unschlüssig sein.
- ein Trick vom Gehirn sein, auf Biegen und Brechen eine schlüssige Erklärung zu bringen,
Münchhausen wider Willen?
- So cool die These vom Multiversum auch klingen mag:
- Anekdoten sind noch immer die Hauptquelle von Erinnerungsabweichungen.
- Es mögen alles tolle Geschichten sein,
- doch braucht es auch messbare und gesicherte Untersuchungen, die Verbindungen zu einem, wie auch immer gearteten, Multiversum beweisen müssen.
- Sonst bleibt es allenfalls eine Fußnote in der Psychologie,
- eine Wildcard, mit der um jeden Preis eine “richtige” Schilderung
- notfalls mit höheren kosmischen Kräften - zu fabrizieren versucht wird.
- eine Wildcard, mit der um jeden Preis eine “richtige” Schilderung
Sonstige Vermerke
- In welchem Verhältnis steht der Mandela-Effect bei nationalen Geschichten?
- vgl. Pomerantsevs “lernen von zwei Napoleons”
- In England dämonengleich verteufelt,
- in Frankreich ein Nationalheld
- Handelt es sich hier noch um einen verwandten Effekt oder passt dies in Richtung Palmström
- “es kann nicht sein, das X gut war”
- oder Mumpsismus (“mag sein, das X woanders einen besseren Ruf hat, für uns ist er jedoch ein Dämon)?
- vgl. Pomerantsevs “lernen von zwei Napoleons”
- vgl. Birkenbihls Erwähnungen zum Thema “Spiegelneuronen:”
- Menschen mit großer Überzeugungskraft,
- oder auch starken Emotionen,
- können bei anderen Leuten Erinnerungsartefakte einbauen,
- die je nach Persönlichkeit angenommen oder abgelehnt werden.
- Mandela Effekt als Werkzeug für Kulte?
- Wie könnte der Mandela-Effekt bei religiösen Gruppen funktionieren?
- Durch stetige Wiederholung wie im Mere-Exposure Effekt, könnte man irgendwann zum Schluss kommen,
- dass eine Geschichte wahr sein muss - theoretisch.
- Durch stetige Wiederholung wie im Mere-Exposure Effekt, könnte man irgendwann zum Schluss kommen,
- Wie könnte der Mandela-Effekt bei religiösen Gruppen funktionieren?
- Weiters könnte dieses “gruppenspezifische” Gedächtnis zur Kontrolle
- und Verbleib in der Gemeinschaft beitragen;
- du wirst doch wohl nicht zu den Schlafschafen da draußen gehen,
- wenn du doch schon die Wahrheit präsentiert bekommen hast, oder?
- und Verbleib in der Gemeinschaft beitragen;
Weiterführende Literatur
-
Sedlmaier, Tobias. „Der Mandela-Effekt“. Süddeutsche.de, 18. Dezember 2015. https://www.sueddeutsche.de/stil/dem-geheimnis-auf-der-spur-der-mandela-effekt-1.2782935.
-
Weintraub, Pam. „On Shared False Memories: What Lies behind the Mandela Effect | Aeon Ideas“. Aeon (blog), 15. Februar 2017. https://aeon.co/ideas/on-shared-false-memories-what-lies-behind-the-mandela-effect.
zettelkasten Links
- ZK-043-PSY-Truthiness - Die Wahrheit, die uns richtig erscheint
- ZK-045-PSY-Alpha bis Omega - Persönlichkeiten to lead or follow suite
- ZK-060-PSY-Das Palmström’sche Gesetz - Es kann nicht sein, was nicht sein darf
- ZK-075-PSY-False Balance - Akrobatik zwischen Plausibilität und Wahrheit
- ZK-077-PHL-Wahrheit und Sinn (Höhlengleichnis)
- ZK-093-PSY-Mumpsimus - Bewusste Verweigerung neuer Erkenntnisse
- ZK-094-PSY-Erinnerungen - Gute alte Zeiten™️ zwischen Hindsight und anderen Verzerrungen
- ZK-106-COM-Das 101 der Publizistik- und Kommunikationsforschung
- ZK-124-PSY-Nobelitis - Wenn hellen Köpfen das Licht ausgeht
- ZK-132-POL-Der klischeehafte Anführer (Pluto is a Planet)
- ZK-118-CUL-Tolle Geschichten - Sagen, Mythen, Legenden
- ZK-129-PSY-Redundante Netzwerke vs. Diverse Netzwerke
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